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Bevor wir ins neue Jahr wechseln, möchte ich diesen Moment für einen persönlichen Rückblick nutzen. Einen Rückblick aus der Perspektive der Autorin, die ich bin - und in diesem Jahr geworden bin. Mit allem, was dazugehört: Freude, Frust, Stolz, Zweifel. Und natürlich Geschichten. Ein geheimes Projekt und neue Wege 2025 stand ganz klar im Zeichen eines Projekts, über das ich bisher nur sehr wenig gesagt habe. Seit Monaten arbeite ich an einer ganz besonderen Trilogie gearbeitet. Teil 1 ist fertig, Teil 2 … läuft. Dieses Projekt ist anders als alles, was ich zuvor gemacht habe. Die Geschichte ist nämlich nicht allein auf meinem Mist gewachsen, sondern entsteht gemeinsam mit einem Co-Autor ( ja, tatsächlich ein Er ) und genau deshalb wird sie auch unter einem offenen Pseudonym erscheinen. Heute nur so viel: Ich bleibe dem Fantasy-Genre natürlich treu, dieses Mal endlich wieder echte Urban Fantasy. Ein Setting, das ich nicht nur recherchiert habe, sondern lebe. Orte, Atmosphären, Alltagsdetails – all das fließt direkt in die Geschichte ein. Und ja, es ist gut möglich, dass auch die Outer Banks ihren Weg in dieses Projekt gefunden haben. Diese Reise war eines der stillen Highlights des Jahres. Wind, Weite, das Meer im Kopf – und ganz viel Raum für neue Ideen. Willow und der Mut zur zweiten Version Ein weiterer großer Meilenstein: Willow. Ein Buch, das früher ein Verlagsbuch war und dessen Geschichte ein ziemlich radikales Makeover bekommen hat. Das war keine kleine Überarbeitung, sondern fast eine ganz neue Version. Rückblickend war diese Überarbeitung mehr als Arbeit am Text. Sie war Arbeit an meiner Haltung als Autorin: genauer hinschauen, mutiger streichen, Entscheidungen treffen. Mit Willow bin ich außerdem im Self Publishing einen Schritt weitergegangen – dieses Mal nicht nur inhaltlich, sondern auch im Vertrieb: Willow ist mein erstes SP-Buch, das ganz regulär im stationären Buchhandel erhältlich ist. Nach und nach werden alle weiteren Bücher folgen. Ein Weg, der sich sehr richtig anfühlt. Funfact zum Schluss: Den Buchsatz habe ich zum ersten Mal mit Vellum gemacht – und was soll ich sagen: Ich liebe es. Inzwischen habe ich sogar den Satz für eine befreundete Autorin übernommen. Falls ihr euch dafür interessiert, meldet euch gern. Ein weiterer Ort für meine Worte Ein persönliches Highlight dieses Jahres war das hier: mein Blog. Seit Mai gibt es „Plot Twists & Peanut Butter“ – einen Ort für alles, was zwischen Schreiben, Lesen, Leben in Michigan und dem Blick über den Atlantik passiert. Der Blog ist mein Raum für Gedanken, die nicht in ein Buchkapitel passen. Für Einblicke hinter die Kulissen. Für Recherche, Alltag, Frust, Freude und genau die kleinen Umwege, aus denen am Ende meist die besten Ideen entstehen. Gleichzeitig war das Bloggen für mich ein überraschend schöner Ausgleich zum Romanschreiben: Andere Texte, anderer Rhythmus, null Plotdruck und genau deshalb richtig viel Spaß. Und ja: Ich sehe euch lesen, klicken, kommentieren. Danke! Zwischen Hallen, Gesprächen und Geschichten Im März durfte ich außerdem meine allererste Messe in Deutschland erleben – und dann gleich die Leipziger Buchmesse. Es war ein einziges Wirbelwind-Wochenende voller Begegnungen, Gespräche, Inspiration – und sooo vieler Menschen! Ich habe es geliebt, mich mit anderen Autor*innen, Leser*innen, Bloggenden und wundervollen Hörbuchsprecher*innen auszutauschen. Ich habe gelacht, gestaunt, gequatscht – und ganz nebenbei auch gelernt, wie anstrengend so ein Messe-Marathon sein kann. Und, puh, war das voll. Trotzdem - genau diese geballte Energie, diese Begeisterung für Geschichten, Worte und Bücher war etwas ganz Besonderes. Leipzig hat Eindruck hinterlassen – im besten Sinne. Ausgerechnet Sci-Fi - mein Lesejahr
Buchmarkt, Frust & klare Entscheidungen 2025 brachte einiges an Buchmarktfrust mit sich. Und ich war ganz offensichtlich nicht die Einzige, die das so empfunden hat. Amazon hat es tatsächlich geschafft, die Veröffentlichung von Willow so richtig zu torpedieren. Rezensionen werden bis heute einfach nicht freigeschaltet, Kommunikation und Prozesse bleiben frustrierend intransparent. Deshalb habe ich eine klare Entscheidung getroffen: Sobald die Kindle-Unlimited-Fristen meiner Bücher ausgelaufen sind, werden meine E-Books nicht mehr exklusiv bei Amazon erscheinen. Ich werde sie nach und nach auch auf anderen Plattformen anbieten. Weniger Abhängigkeit, mehr Kontrolle. Überhaupt scheint der Druck auf Autor*innen generell enorm gewachsen zu sein. Algorithmen, Trends, Sichtbarkeit … das alles strengt an. Sehr. Besonders bedenklich finde ich auch die Entwicklung im deutschen Buchmarkt: Farbschnitt-Zwang (für Selfpublisherinnen kaum zu stemmen), der ständige Ruf nach Extras und Buchboxen. In den USA nimmt das längst nicht diese Dimensionen an. Bücher dürfen hier immer noch oft einfach Bücher sein. Meine Geschichten, mein Weg 2025 war auch das Jahr, in dem ich eine Entscheidung getroffen habe, die sich lange angebahnt hatte: Ich werde meine Geschichten nicht mehr über Verlage platzieren. Ich möchte selbst bestimmen, wann ich schreibe, woran ich arbeite und in welchem Tempo Geschichten entstehen dürfen. Das geheime Projekt hatte ich noch Agenturen und Verlagen gezeigt. Es gab positives Feedback, echtes Interesse, angeforderte Manuskripte. Und trotzdem blieb am Ende nichts, das sich richtig angefühlt hätte. Deshalb werde ich meinen Weg ab jetzt konsequent im Self Publishing weitergehen. Ehrlich gesagt weiß ich inzwischen genau, was mir wichtig ist – und was nicht. Ich weiß, dass diese Geschichte trägt. Und ich weiß, dass sie ihre Leser*innen finden wird. Dafür brauche ich weder perfekt getaktete Programme noch fremde Erwartungshaltungen – sondern Vertrauen in meinen eigenen Weg. Was bleibt Michigan macht zum Jahresende, was es am besten kann: Winter. Mehr Schnee, mehr Kälte, mehr Dauer, als ich es aus Deutschland kenne. Im Dezember hat all das noch etwas Magisches – diese frische, helle Stille, die sich über alles legt. Aber spätestens im Februar wird das Weiß zu viel, zu dicht, zu endlos. Trotzdem gehe ich jeden Tag raus. Mit Sunny. Egal, wie tief der Schnee liegt oder wie sehr der Wind beißt. Er braucht seine Runde – und ich brauche sie auch. Ein bisschen Normalität, klare Luft und ein Kopf, der danach wieder sortierter ist. Und als wäre das nicht schon genug Wintergefühl, werde ich dieses Jahr zum ersten Mal seit über 25 Jahren wieder Weihnachten in Deutschland feiern. Es fühlt sich an wie ein Kreis, der sich schließt - wohl wissend, dass ich mich danach auch wieder auf mein Zuhause hier in Michigan freue. Was bleibt, ist der Austausch. Mit anderen Autor*innen, Leser*innen, Bloggenden – all den Menschen, die Bücher genauso lieben wie ich. Und besonders der tägliche Austausch mit einer Autorin (nein, nicht meine Co-Autorin) gehört inzwischen einfach dazu. Privat war dieses Jahr turbulent, vieles davon gehört nicht hierher, aber es war da. Und vielleicht ist genau deshalb so spürbar, wie viel diese kleinen Verbindungen bedeuten. Was bleibt, sind die Menschen, die Worte – und die Wege, auf denen beides zusammenfindet. Bonus: ein erster Blick ins geheime ProjektWeil Plot Twists & Peanut Butter ohne Überraschung nur halb so schön ist, gibt es zum Abschluss einen kleinen Bonus: den Anfang des ersten Kapitels meines geheimen Projekts. Nicht den Prolog – der würde zu viel verraten. Nur ein kleiner Einblick, ich weiß, aber genau richtig für das Ende dieses Rückblicks. „Sehe ich aus, als würde ich Witze machen?“ Mehr verrate ich heute nicht. Der Rest bleibt noch ein bisschen länger Geheimprojekt und wächst hinter den Kulissen weiter. Und jetzt ... Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein entspanntes 2026. Genießt die ruhigen Tage, so gut es eben geht. Vielleicht mit einem guten Buch, vielleicht mit etwas Abstand vom Bildschirm. Wir lesen uns. Auf Instagram, auf Facebook, auf WhatsApp, oder hier im Blog.
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Kirsten GrecoFantasyautorin aus Michigan. Schreibt Magie, trinkt Kaffee, löscht Plotbrände. Archive
Februar 2026
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